Mit OnPage-SEO das Ranking verbessern

Wie im Beitrag Suchmaschinenoptimierung – Wieso, weshalb, warum. bereits angemerkt, umfasst die Suchmaschinenoptimierung die OnPage- und OffPage-Optimierung. Während die OffPage-Optimierung jene Maßnahmen bündelt, die außerhalb der eigenen Website umgesetzt werden, befasst sich OnPage-SEO mit allen inhaltlichen, strukturellen und technischen Anpassungen der eigenen Website.

OnPage-SEO für ein besseres Ranking.

OnPage-SEO-Maßnahmen

Wichtige OnPage-SEO-Maßnahmen auf einem Blick.

Damit Ihr Online-Auftritt auch entsprechend gut in Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo rankt – das heißt, weit vorne in den Suchergebnissen platziert wird, finden Sie nachstehend eine OnPage-SEO-Checkliste. So haben Sie auf einem Blick, welche Maßnahmen Sie auf Ihrer Internet-Präsenz realisieren können, um das Ziel der Suchmaschinen-Optimierung auch zu erreichen:

Domain

  • Vor einigen Jahren haben Domains, die relevante Keywords beinhalten, deutlich besser gerankt, als es heute der Fall ist. Nichtsdestotrotz macht es weiterhin Sinn, auch innerhalb der Domain wichtige Keywörter zu platzieren. Bsp.: Sie heißen Mustermann und verkaufen online Heimwerker-Produkte, so wäre die Domain www.mustermann-heimwerkerbedarf.de sicherlich eine von vielen treffenden Varianten. Mehr als 2 Keywords sollten Sie hier allerdings nicht verwenden.
  • www.mustermannheimwerkerbedarfonline.de – Es kommen mehrere Begriffe vor? Dann trennen Sie mit Bindenstrichen, um die Lesbarkeit zu erhöhen: www.mustermann-heimwerkerbedarf-online.de.

Keywords

  • Ehe Sie die Keywörter pro Artikel, Unterseite, Detailseite etc. festlegen können, müssen Sie vorab recherchieren, welche Keywords überhaupt in Frage kommen. Dazu empfehlen wir Ihnen den kostenfreien Google Keyword Planer. Mit diesem Tool können Sie auf Ideenfindung gehen und prüfen, welche Keywords/Suchanfragen für Ihre Zielgruppe am relevantesten sind. Bsp.: Suchen viele Interessenten nach „Sportschuhe Damen“, sollte diese Suchanfrage als Keyword berücksichtigt werden.
  • Pro Artikel, Unterseite etc. sollten Sie immer mindestens 1 bis 2 Haupt-Keywörter festlegen, die im gesunden Maße eingesetzt werden. Hier kommt die Keyword-Density zum Tragen. Erfahrungsgemäß sollte diese bei 3 bis 4 % pro Beitrag liegen. Bsp.: Eine Unterseite beinhaltet einen Beschreibungstext von 300 Wörtern, so sollten die Haupt-Keywords ca. 9 bis 12 Mal vorkommen. Alles darüber vermindert nicht nur die Lesefreundlichkeit, sondern auch die Suchmaschinen stufen einen Beitrag dann eher als spammy/unnatürlich ein.
  • Neben den Haupt-Keywords sollten zudem Synonyme und Neben-Keywords eingesetzt werden. Auf diese Weise bieten Sie nicht nur Google, sondern auch den Lesern einen abwechslungsreichen, natürlichen Beitrag.

Inhalte/Content

  • Inhalte sollten einzigartig, also unique, sein und zielgruppengerecht gestaltet sein. „Duplicate Content“, also doppelter Inhalt, sollte unbedingt vermieden werden. Mehr dazu unter dem Punkt „Duplicate Content“.
  • Die Einbindung von Videos, Bildern, PDFs etc. sind immer willkommen. Sie werten reine Text-Beiträge nicht nur optisch auf, sondern bieten allen Interessierten abwechslungsreichen Content, der zum Lesen und Weitersagen einlädt.
  • Content is King.Bei Bildern sollten bereits die Dateinamen die wichtigsten Keywords enthalten. Auch der sogenannte Alt-Text oder auch Alt-Attribut genannt sollte nicht ungeachtet bleiben. Gerade bei HTML-Newslettern, müssen die darin befindlichen Grafiken mit einem separaten Klick geladen werden. Ehe User dies tun, können Sie anhand des Alt-Attributs bereits sehen, was sich hinter den Grafiken befindet.
  • Die Länge der Texte kann natürlich je nach Angebot variieren. Generell empfiehlt sich jedoch eine Mindestlänge von ca. 200 Wörtern. Ein bisschen Futter brauchen die Suchmaschinen ja schon, um die Seite entsprechend zu analysieren.
  • Die Keyword-Dichte (s. unter Punkt „Keywords“) sollte man bei der Content-Kreation stets im Auge behalten.
  • Jede Form von Inhalt – ob Unternehmensvorstellung, Produkt-Detailseite oder der neueste Blog-Beitrag – sollte natürlich hinsichtlich Grammatik und Rechtschreibung geprüft und einwandfrei sein.
  • „So, Content ist online. Fertig sind wir.“ – So einfach ist es (leider) nicht. Denn was Suchmaschinen lieben, ist immer wieder neues Futter, also regelmäßige Updates auf Ihrer Website. Sorgen Sie also stets dafür, Ihre Internetpräsenz kontinuierlich upzudaten. Bsp.: Sie betreiben einen Blog? Dann sollten Sie hier nicht nur einmal im Monat einen neuen Beitrag veröffentlichen, sondern lieber mindestens einen pro Woche.
  • Wir leben im Social Web! Wir konsumieren immer und überall Nachrichten, informieren uns und leiten interessante Artikel gerne an Freunde und Familie weiter. Nutzen Sie das und integrieren Sie auch bei sich SWYN-Button (Abk. für „Share with your network“-Buttons) und ermöglichen Sie es den Usern, Ihren Content ganz einfach mit nur wenigen Klicks zu verbreiten.

Textstruktur

  •  Texte sollten immer übersichtlich und gut gegliedert sein. Arbeiten Sie z. B. mit Zwischen-Überschriften und Absätzen, um Ihren Text sinnvoll zu strukturieren und das Leseerlebnis der Nutzer zu optimieren.
  • Die Überschrift, auch Headline genannt, wird mit mit dem Tag <h1> definiert. Zwischen-Überschriften können Sie von H2 bis H6 selbst festlegen. H6 ist hierbei die kleinste Zwischen-Überschrift. Welche Sie letztlich wählen, hängt ganz von dem jeweiligen Website-Design, Theme und persönlichen Gusto ab.
  • Geben Sie den Nutzern gerne Infos in Form von Aufzählungen oder Listen an die Hand? Dann lohnt es sich, die Texte mit Listen  anzureichern. Der einzusetzende Tag lautet <ul> oder <ol>.
  • Textpassagen oder gar Begriffe können Sie zudem gerne optisch hervorheben, indem Sie den gewünschten Absatz, Textauszug oder Begriff „fetten“, also in Bold darstellen. Der relevante HTML-Tag dafür lautet: <b>.
  • Keyword-Tipp: Das oder die Haupt-Keywörter platzieren Sie bestenfalls im ersten Absatz sowie in der Headline.

Duplicate Content

  • Sie sollten unbedingt vermeiden, Inhalte anderer, fremder Websites zu kopieren und diese 1 und 1 oder leicht abgewandelt auf Ihre eigene Internetpräsenz einzubinden. Google wird bemerken, dass Sie den Content von Seite x geklaut haben und Sie ggf. abstrafen.
  • Es gibt jedoch noch andere Fälle, in denen Inhalte ganz legitim mehrfach vorkommen. Bsp.: Man kann Ihre Website z. B. über „www.ihrewebsite.de“ und „www.ihrewebsite.de/index.html“ aufrufen. Ihre Seite ist in diesem Fall über verschiedene URLs erreichbar. In diesen Fällen sollten Sie unbedingt den Canonical Tag in Ihre Internetseite integrieren. Denn so teilen Sie den Suchmaschinen mit, welche der verschiedenen Seiten mit identischen Inhalten als Original-Ressource zu betrachten sind.

Meta-Informationen/-Tags

  • Meta-Angaben sind nichts anderes als im Header Ihrer Seite eingebettete Hinweise, die von Google und anderen Suchmaschinen gelesen und ausgewertet werden sowie letztlich die Position auf den Suchergebnisseiten bestimmen.
  • Zu den Meta-Elementen zählen der Title-Tag, die Meta-Description sowie der Meta-Tag Keywords.
  • Suchen wir einfach mal nach „agentur bochum digitale transformation“ (PS. Sie können übrigens die Klein- und Großschreibung missachten; der Output ist vollkommen unabhängig davon). Das sogenannte Snippet (engl. für „Auszug“) sieht so aus:
    Google Snippet Bocraft GmbH

    Google Snippet Bocraft GmbH

  • Der Title-Tag „bocraft GmbH | Beratung für digitale Transformation und …“ ist SEO-relevant und sollte demnach wichtige Keywords beinhalten, die das Angebot auf der nachstehenden Website beschreiben. Die Länge des Title-Tags sollte nicht mehr als 55 Zeichen (exklusive Leerzeichen) überschreiten.
  • Darüber hinaus findet der User seine Suchanfrage direkt attraktiv positioniert wieder und ist weitaus mehr dazu geneigt darauf zu klicken, als wenn im Title-Tag etwas vollkommen anderes wie z. B. „bocraft GmbH | Erstellung Online Shops und …“ stünde.
  • Unter dem Title-Tag findet sich die Meta-Description wieder. Ideal wäre eine kurze, optimale Beschreibung dessen, was den User nach dem Klick erwartet. Beachten Sie jedoch: Mehr als 156 Zeichen werden durch „…“ abgeschnitten.
  • Dem Meta-Tag „Keywords“ wird nach Aussage von Google nicht wirklich Beachtung geschenkt. Der Form und Vollständigkeit halber können Sie diesen trotzdem einsetzen und die wichtigsten Keywords, die die Seite, Angebot etc. beschreiben, einbinden. Bitte halten Sie hierbei immer den Spruch „Klasse statt Masse“ im Hinterkopf und erwähnen Sie wirklich nur die relevanten Keywörter. Mehr als 7 sollten Sie hierbei nicht festlegen.

Interne und externe Verlinkung

  • Gute OnPage-SEO beinhaltet natürlich auch Inhalte miteinander zu verknüpfen und auch mal auf externe Quellenangaben zu verweisen.
  • Sie haben einen Fachartikel geschrieben und dabei eine Studie aufgegriffen, die im Netz frei zur Verfügung steht? Dann geben Sie das an. Gerne auch mit einer Verlinkung innerhalb des Beitrags und nicht erst am Ende des Artikels.
  • Sie haben einen interessanten und für Ihre Zielgruppe relevanten Fachbeitrag im Netz endeckt? Trauen Sie sich! Greifen Sie das Thema auf, teilen Sie Ihre Meinung mit und verweisen Sie auf den gefundenen Artikel. Das ist nicht nur für Ihre eigenen Leser abwechslungsreich, auch Google erfreut sich über die Vernetzung von fremden Websites und bewertet dies positiv. Natürlich sollten Sie auch hier auf das Maß achten. Hin und wieder gerne, aber nicht im großen bzw. spammigen Stil betreiben.
  • Auch die interne Verlinkung spielt eine große Rolle bei der OnPage-Optimierung. Eine gute, also thematisch sinnige, Vernetzung der eigenen Beiträge, Unterseiten etc. ist notwendig. Mit dieser Maßnahme verweisen Sie nicht nur den User auf weitere spannende Unterseiten und erhöhen somit sehr wahrscheinlich die Besuchsdauer, sondern verleihen einzelnen Seiten auch mehr Relevanz. Haben Sie z. B. ein Top-Thema, auf welches Sie häufiger in anderen Artikeln verweisen, wird dies Google auch bemerken und den Top-Thema-Artikel als sehr relevant einstufen, ihm mehr Power zuweisen und folglich ein höheres Ranking verschaffen.
  • Haben Sie Beiträge zu verschiedenen Themen oder viele Produkte aus verschiedenen Kategorien? In solchen Fällen ist eine sinnvolle Auflistung, wie in der Sidebar oder die Integration einer Navigation äußerst sinnvoll. So verlinken Sie nicht nur die einzelnen Unterseiten, sondern bieten den Nutzern auch einen leichten, übersichtlichen Einstieg.

Technik und Usability

  • In den Zeiten von Smartphone, Tablet, Phablet und Co. sollten Sie außerdem auf eine mobil-responsive Seite setzen. Was bedeutet das? Eine mobile responsive Website passt sich dem jeweiligen Endgerät an und spielt nur die Elemente aus, die vorher festgesetzt wurden. Kurz: Die jeweilige Internetpräsenz wird optimiert auf dem spezifischen Endgerät ausgespielt, so dass eine nutzerfreundliche Bedienbarkeit gewährleistet ist.
  • Schnelle Ladezeiten sind aus SEO-Gründen wichtig,„Das dauert aber!“ – Lange Ladezeiten sollten unbedingt vermieden werden. Setzen Sie also auf einen vernünftigen Server oder Webspace, damit ein schneller Seitenaufbau stets gewährleistet ist – auch wenn der Traffic im Laufe der Zeit zunimmt.
  • XML-Sitemaps erfreuen jede Suchmaschine, denn diese können als eine Art Inhaltsverzeichnis des eigenen Web-Auftritts gesehen werden, welches alle URLs, die sich auf der eigenen Internetseite befinden, zusammenfasst. Stellen Sie Google, Bing & Co. eine XML-Sitemap bereit, können die Suchmaschinen Ihre Website nicht nur schneller, sondern auch vollständig in ihren Index aufnehmen.
  • Setzen Sie zusätzlich noch die Textdatei „robots.txt“ auf. In dieser können Sie einfach festlegen, welche Bereiche Ihrer Website von den Suchmaschinen-Crawlern durchsucht werden dürfen und welche nicht. Ferner haben Sie die Möglichkeit auf die die XML-Sitemap Ihrer Internetpräsenz zu verweisen, sofern diese vorhanden ist.


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